Auszeiten

Wow - 20°C Außentemperatur, Wochenende und uns zieht es natürlich nach draußen! Eine schöne Radtour mit Mann und Kind, dazu die herrliche Allgäuer Natur. Was will man (oder frau) mehr?! Achso, ja, ein Eis rundet das Ganze noch ab. Traumhaft. Ich war wieder einmal begeistert davon, wie vertieft Kinder spielen und überall eine Märchenwelt erschaffen können. Da ist man als Eltern ratz fatz in eine gut ausgeklügelte Schatzsuche verwickelt, wenn man die mitgebrachte Butterbreze essen will. Und das größte Glück für unseren 7-jährigen Sohn waren seine nackten Füße im eiskalten Flusswasser.

Wir arbeiten beide in den letzten Wochen besonders viel und dann ist so ein Tag an der Argen eine wohlverdiente Pause, die auch alle benötigen. Ohne diese oder andere kleine Auszeiten wären wir nicht in der Lage, das tägliche Pensum an Arbeit und Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Es ist für uns immer wieder ein Drahtseilakt, die Bedürfnisse aller in Einklang zu bringen. Arbeit muss erledigt werden, weil Geld verdient werden muss. Das Kind muss betreut werden, weil es Liebe und Zuwendung benötigt (und da sich die Bedürftigkeit immer wieder in ihrer Intensität verändert, sollte man als Eltern flexibel sein...). Die eigenen Bedürfnisse wie Zeit für Hobbies, Freunde oder einfach mal nur Ruhe sollte man auch nicht über längere Zeit vernachlässigen, denn dann wird's für alle Beteiligten ungemütlich. Und dann sind da ganz nebenbei noch die inneren Prozesse, die anklopfen und um Beachtung bitten. Hach - das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede. ;-)

 

Dazu kommt mir ein Text von Cheryl Casey in den Sinn:

"Wenn ich nur darf, wenn ich soll,

aber nie kann, wenn ich will,

dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.

Wenn ich aber darf, wenn ich will,

dann mag ich auch, wenn ich soll,

und dann kann ich auch, wenn ich muss.

Denn schließlich: Die können sollen,

müssen auch wollen dürfen."