Kinder

Gestern war Vatertag, am Sonntag wird Muttertag gefeiert. Diese Tage sind für mich sehr bedeutend, besonders weil eines meiner Kinder nicht auf dieser Erde weilt. Immer wieder laufe ich in unserer Wohnung an einem meiner Lieblingstexte vorbei, den ich hier zitieren möchte. Es steckt so viel Wahres darin. Meine Kinder sind meine Lehrer. Immer wieder.

 

 

"Deine Kinder sind nicht deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch dich, aber nicht von dir,
und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Haus geben, aber nicht ihrer Seele,
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst –
nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein,
aber suche nicht, sie dir gleich zu machen,
denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Laß die Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten."

 

- Khalil Gibran