Ferien mal anders

Ein kleiner Post zum Thema Krankheiten. Und glücklicherweise spreche ich hier nicht von schweren Erkrankungen, sondern vom allseits beliebten Magen-Darm-Infekt. Hach, was ich das schön: Da beginnen die Ferien und - schwupps - kotzt das Kind einem die Wohnung voll. Im Strahl. Na gut, soweit hat sich eine Mutter ja im Griff und kann mit Optimismus und Fürsorge für den Nachwuchs da sein. Kaum vergeht eine Woche, in der man übrigens kaum vor die Tür kommt und nur damit beschäftigt ist, die richtigen Lebensmittel plus Globuli zur Verfügung zu stellen, das Kind zu trösten und ihm vorzulesen, und ganz nebenbei die Arbeit nicht zu vernachlässigen, ist das Kind auch wieder fit. Die Mutter denkt sich langsam "Na, jetzt wäre es ja schon schön, wenn wir die zweite Ferienwoche noch für die netten Dinge des Lebens nutzen könnten!" Was passiert? An dem Tag, an dem das Kind zu den Großeltern geht, damit man als Mutter endlich Zeit hat für's Business, überkommt einen plötzlich so ein ganz übles (!) Gefühl, worauf wir hier nun nicht genauer eingehen wollen - Ihr wisst, was ich meine. Magen-Darm halt. Herrlich! Nun geht es also weiter mit Suppe-Kochen und Apfel-Reiben, nur, dass man es von nun an für sich selber macht.
Und für alle, die es jetzt noch nicht verstanden haben: Ja, ich rede von mir und meinem Leben. Wieso ist es immer wieder so, dass wir die tollsten Pläne machen, uns richtig auf eine gewisse Zeit freuen und dann haut uns das Leben die ganzen schönen Vorhaben um die Ohren? Mensch plant, Gott lacht - ich weiß schon. Ich übe mich jetzt in Selbstfürsorge, weil ich andernfalls sowieso keine gute Arbeit abliefern kann. Ich sammle Kraft und erlaube mir, krank zu sein. Huiuiui, das fällt mir verdammt schwer. Und noch etwas lehren mich diese von Infekten geprägten Ferien: Ich möchte mich nicht mehr an Dingen festhalten, die in der Zukunft passieren werden ("In einer Woche sind Ferien, da machen wir lauter schöne Sachen zusammen! Bis dahin muss ich aber noch dies und jenes schaffen"). Ich weiß ja einfach nie, was dann ist. Ich hab immer nur den heutigen Tag mit den heutigen Bedingungen. Mehr ist nicht da. Nur: Heute.