Die Nordsee und neue Impulse

Urlaub an der Nordsee!

Diesmal haben wir das Kind mitgenommen und zu dritt einen schönen Urlaub erlebt - im hohen Norden. Toll war das, die Landschaft ist so viel anders als bei uns im tiefsten Süden Deutschlands und ich liebe (!) die Menschen für ihren Dialekt! Die Schafe, die überall zu sehen sind, hätte ich übrigens gerne eingepackt und mitgenommen - sie sind einfach zu herrlich anzusehen.

Wie immer bin ich glücklich, dass wir die weite Reise gut überstanden haben. Seit dem Tod unseres zweiten Sohnes habe ich in manchen Situationen mit einer als existentiell empfundenen Angst zu tun, die mir bis dato unbekannt war. Lange Autobahnfahrten gehören dazu. Ich habe vor zwei Jahren erlebt, wie wenig Kontrolle wir über das Leben haben, und diese tiefgreifende Erkenntnis hat sich in mein Bewusstsein gebrannt. Diese führt dazu, dass ich mehr denn je dankbar und zufrieden bin, dass ich das Geschenk meines Lebens wahrhaftig liebe und dass ich erkenne, wie reich ich bin, wie reich wir alle sind. Die andere Seite der Medaille ist die Angst, der Respekt vor unbekannten Situationen, die Vorsicht, die mich begleitet. Ein weiteres Thema in meiner Laufbahn, das es zu beachten gilt. Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird.

Nun also haben wir eine ereignisreiche Woche hinter uns, die mit (Schiffs-)Rundfahrten, Museumsbesuchen und viel Angeln gefüllt war. Mir kam zu Beginn die schöne Idee, ein kleines eBook über die Nordsee zu schreiben, speziell für Familien. Wo kann man mit den Kindern hingehen? Was ist für welche Altersklassen interessant? Welche Orte sind besonders schön und was muss man dort einfach mal erlebt haben? Sachliche Infos gespickt mit eigenen Erfahrungen - so soll es werden. Ich mache mich nun also in den kommenden Wochen daran, dieses Projekt zu realisieren, während nebenbei die normale Arbeit weitergeht.

Ach ja, und der Alltag kommt in einigen Tagen auch wieder vorbei, denn: die Schule geht los! Das Kind hat die sechs Ferienwochen ausnahmslos genossen und ich bin gespannt, wie es damit umgehen wird, wieder stundenlang sitzen zu müssen und "still" zu sein. Unser Schulsystem gefällt mir nicht, und doch haben wir uns dazu entschlossen, keine Waldorf- oder Montessori-Schule auszuwählen. Ich gebe meinem Kind, was ich kann und versuche, ihm ein sicherer Hafen zu sein, mit den Widrigkeiten des staatlichen Schulsystems muss es dennoch klarkommen - was beileibe nicht heißen soll, dass alles schlecht ist.

Alltag bedeutet aber auch, dass alles wieder einen geregelten Gang geht, dass klare Strukturen herrschen und ich mehr Zeit habe zu arbeiten, zu meditieren, Yoga zu machen. Darauf freue ich mich sehr.